Die Braut trug Schwarz
Es gibt zwei Arten von Verabredungen. Die ganz normalen, routinemäßigen. Und die, bei denen es auf der Stelle kribbelt. "Sie wollen sich das wirklich antun", fragt Rossi Schreiber am Telefon: "Na bitte, viel Spaß!" Es klingt wie eine Warnung. Aber klar zieht man trotzdem los - nur um wenig später zu erkennen, dass man drauf und dran ist, in eins von diesen Abenteuern zu geraten, das man sich gut auch gezeichnet vorstellen könnte. Man fühlt sich schon auf dem Weg zu Schreiber & Leser wie im Bann einer fremden Macht.
Der Münchner Comic-Verlag ist schwer zu finden, bei der Suche im Olympiadorf schieben sich die wild auskragenden, terrassenförmigen Fassaden der Siedlung bedrohlich über einem zusammen. Die Architekten, denkt man, müssen auf Drogen gewesen sein, als sie das hier planten. Aber das ist natürlich Quatsch. Was stimmt, ist, dass das Quartier in den 70er-Jahren gebaut worden ist und dass man sich dort ganz leicht verlaufen kann. "Sie sind nicht der Erste, dem das passiert", sagt Rossi Schreiber. "Bleiben Sie, wo Sie sind. Ich komm' Sie holen!"
30 Jahre ist es jetzt her, dass die Soziologin Rossi Schreiber einem spontanen Impuls folgte und einen Comic-Verlag gründete: Schreiber & Leser, zusammen mit ihrem damaligen Ehemann. Das Ganze hat natürlich eine Vorgeschichte - aber die kann nur verstehen, wer Comics nicht per se als Kinderkram betrachtet. "Deutschland", sagt Rossi, "ist in dieser Hinsicht Fix-und-Foxi-Land, wir haben hier keine Tradition gezeichneten Erzählens, Wilhelm Busch mal ausgenommen." Falk, Sigurd, Tibor, die rauflustigen Helden des Zeichners Hansrudi Wäscher, waren willkommenes Futter für die Heranwachsenden der 60er-Jahre. Allerdings, so Schreiber, "reiner Jungsstoff und für mich, als Lehrerstochter, total pfui und streng verboten".
Die Heftchen heimlich zu lesen, war Rossi Schreibers erster Akt der Auflehnung, ehe sie nach dem Abitur in den USA die Underground-Comics in Szene-Zeitschriften wie der New Yorker "Village Voice" entdeckte. "Das war teilweise hart pornografisch. Aber es hatte was von Aufbruch. Und es war klar antibürgerlich." Mit anderen Worten: Es traf total den Nerv der 68er-Generation, zu der auch Rossi Schreiber gehört. "Als wir dann anfingen, selbst Comics zu machen, dachten wir an Stoffe wie Michael Kohlhaas. Oder Eichendorffs 'Taugenichts'. Klassisches Bildungsgut, anders erzählt. Wir haben sogar Zeichner drangesetzt. Aber als wir das Ergebnis herumgezeigt haben und ein paar Insider um ihre Meinung fragten, haben die nur den Kopf geschüttelt. Macht das nicht, haben sie gesagt: Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch.
Auf Die Walz Gehen - News
Comics werden bei uns wohl auf Dauer ein Nischenphänomen bleiben, so Schreiber - was ihr den Spaß an der Sache aber nicht verdirbt. Im Olympiadorf lebt die Verlegerin in einer eigenen Welt. Wohnen und Arbeiten gehen hier auf mehreren Stockwerken
Längst gehen nicht mehr nur Maurer, Steinmetze, Zimmerleute und Bauhandwerker auf die Walz, sondern auch Bäcker, Elektriker und Landschaftsarchitekten - Gesellen aus 25 Berufen. Einem französischen Compagnon - so zeigt die Erfahrung - öffnen sich nach

Nun bereiten sich die Studenten auf die Themen vor, so dass sie Diskussionen moderieren können. Ein Fünftel wird beim Zukunftscafé mit den Teilnehmern ausgesucht. „Wir können so Themen sammeln, die die Bürger bewegen“, sagt Philipp Waltz,

Der Zunftrat habe eine Erhöhung der Eintrittspreise von 12 auf 15 Euro beschlossen, berichtete Wöhrle. Höher wolle man aber nicht gehen, um den Preis für Jugendliche erschwinglich zu halten und die Erwartungen nicht zu hoch zu setzen.
Bernd Bleicher von Walz sagte auf Anfrage, es gebe drei verschiedene Varianten, ohne jedoch in Details zu gehen. In informierten Handelskreisen gibt es dazu jedoch Spekulationen. Variante eins liegt auf der Hand und sieht so aus, dass der beauftragte